Der Neuzugang  Sow (10.) und Kapitän Alex (16.) netzten mit Traumtoren für Fenerbahce im ausverkauftem Sükrü Saracaoglu Stadion ein. Elmander (36.) erzielte nach der Vorbereitung von Necati Ates den verdienten Anschlusstreffer. Mit Hakan Balta kam der fällige Ausgleichstreffer in der 83. Minute.

In den ersten 45 Minuten durften die Zuschauer in den Genuss eines packenden Derbys kommen. Es schien, als ob Kocamans Schlachtplan in Erfüllung gehen würde. Nach der ersten Beschnupperungsphase, in der keine der Mannschaften richtige Offensivaktionen vorweisen konnte, hat Ziegler nach einer missglückten Flanke von Topuz den Ball vom Seitenaus bewahrt und mit einer platzierten Einlage das Fallrückziehertor für Sow vorbereitet. Sow wurde somit in die Riege dere offiziellen Derbyschützen aufgenommen.

Alex bestraft Unachtsamkeit 2:0

Dieses Tor erschütterte die Löwen bis aufs Knochenmark. Nach dem Gegentreffer konnte Galatasaray den Schock nicht überwinden. Zudem reite sich ein Stellungsfehler nach dem anderen an. In der 16. Minute nutzte Alex die Unachtsamkeit der Löwen schließlich aus und bedankte sich für den großen Spielraum, den man ihm überließ. Aus über fast 30 Metern hämmerte er den Ball in den Winkel, unhaltbar für Muslera. Der Hexenkessel in Kadiköy erreichte zu diesem Zeitpunkt den Höhepunkt. Die Stimmunng lockerte sich und die Erinnerungen an ein 6:0 wurden wach.

Fenerbahce lässt Galatasaray ins Spiel kommen 2:1

Doch Fenerbahce versäumte es, das Spiel weiter in Kontrolle zu halten. Sie überließen die Zügel gänzlich den Löwen und räumten ihnen Platz ein. Von Fener in Ruhe gelassen, konnte sich Galatasaray erholen und das Spiel neu aufziehen. Nun agierte der Gast und setzte mit zahlreichen Offensivaktionen den Hausherren unter Druck. Die Abwehr der Kanarienvögel konnte den Angriffen nur bis zur 36. Minute standhalten. Necati Ates ließ die Fenerabwehr mit einem Pass an Elmander in den Strafraum alt aussehen. Der Schwede hat es danach leicht, den Ball an Volkan vorbei in die Maschen zu schieben.

Fener fällt zurück

Dieses Tor kann als Knackpunkt definiert werden. Akzente wurden nur noch vom Gast gesetzt. Die anfänglich von Trainer Kocaman vorgegebene Takrik, wonach der Angriff die beste Verteidigung ist, wurde gänzlich vernachlässigt. Schmerzhaft mussten die Anhänger der Kanarienvögel mitansehen, wie ihre Mannschaft zerfiel. Mit Ach und Krach rettete sich Fener in die Halbzeitpause.

Die Löwen stürmen in der zweiten Hälfte munter weiter

Die Löwen setzten in der zweiten Hälfte dort an, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten. Doch auch beiden Löwen schien sich die ersten Ermüdungserscheinungen breit machen. Zu leichtsinnig waren die Ballverluste und zu schwach der Abschluss vor dem gegenerischen Tor. Zwar stürmte Galatasray unermüdlich weiter, angetrieben vom Spielmacher Selcuk Inan, doch der Anschlusstreffer ließ bis zur 83. Minute auf sich warten.

Hakan Balta trifft zum 2:2

Nach einem Gewaltschuss von Selcuk Inan in der 81. Minute aus fast 27 Metern, konnte Nationalkeeper Volkan den Ball glimpflich retten. Der Ball fiel zwar dem eigenen Abwehrspieler vor die Füße, der wiederum schaffte es aber nicht den Ball ins Spiel zu bringen. Galatasaray schnappte sich den Ball und leitete den Angriff von der linken Seite ein.Hakan Balta, der den Ball im Strafraum vor die Füße bekam donnerte die Kugel ohne mit der Wimper zu zucken in das rechte Eck. Diesmal hatte Volkan das klare Nachsehen.

Löwen nicht bissig genug vor dem Tor

Die Löwen machten in dieser Schlussphase fast alles richtig. Aber auch nur fast. Sie erarbeiteten sich ausreichende Gelegenheiten, um das Spiel für sich entscheiden zu können. Doch vor dem Tor schienen sie nicht genau zu wissen, wohin mit dem Ball. Besonders Engin Baytar hatte überdurchschnittlich viele Ballverluste zu verantworten und brachte damit auch den eigenen Kameraden, Selcuk Inan, außer Rand und Band.

Baros knallt den Ball in der 93. an die Latte

Als die Nachspielzeit von vier Minuten angezeigt wurde, machten sich die Löwen auf, um den letzten Angriff zu starten. Schließlich schienen in der 93. Minute die Herzen in Kadiköy  nach dem Schuss von Milan Baros still zu stehen. Baros traft nach dem Freistoß von Selcuk aber nur die Latte. Schiedsrichter Yildirim pfiff die Partie danach ab und besiegelte den Endstand von 2:2

Der Fluch ohne Bruch

Damit müssen sich die Löwen dem Fluch in Kadiköy geschlagen geben. Die Durststrecke von 13 Jahre wird wohl bis zu den Play-off Spielen andauern müssen. Für die Gastgeber heißt es, dass man zwar zwei erstklassige Bilderbuchtore erzielt hat, aber im Ganzen doch eine sehr enttäuschende Partie abgeliefert hat.

Kocaman begünstigt den Ausgang der Partie

Sicherlich haben die Fehlentscheidungen von Trainer Kocaman den Ausgang der Partie mitbeeinflusst. Er wechselte den überaus kampfwilligen Stoch in der 64. Minute für Selcuk Sahin aus. Auch der Kapitän Alex musste in der 79. Minute nach müder Erscheinung das Feld für Dia räumen. Schwung konnten die Einwechslungen allerdings nicht in die Partie bringen

httpv://www.youtube.com/watch?v=h3Sz5I7J96Q

Fenerbahce: 2 ? Galatasaray: 2

Fenerbahce: Volkan Demirel, Gökhan Gönül, Serdar Kesimal, Yobo, Ziegler, Mehmet Topuz (85. Bienvenu -), Emre Belezoglu, Cristian, Stoch (64 Selcuk Sahin), Alex (79. Dia), Sow
Galatasaray: Muslera, Eboue, Semih Kaya, Ujfalusi, Hakan Balta, Engin Baytar, Selcuk Inan, Melo, Emre Colak (65. Aydin Yimaz), Necati Ates (67. Baros), Elmander(87. Riera )
Tore: 10. Sow, 15. Alex (Fenerbahce), 36. Elmander, 82. Hakan Balta (Galatasaray)
Gelbe Karten: 43. Emre Belezoglu, 69. Serdar Kesimal (Fenerbahce), 76. Elmander (Galatasaray)

httpv://www.youtube.com/watch?v=eaHGMPcs-dU&feature=related