Trotz des Neun Punkte-Vorsprungs will Trainer Fatih Terim alles Notwendige tun, um das morgige Derby gegen den Rivalen Fenerbahce für sich zu bestimmen. Einen Sieg kann man sich allerdings bekanntermaßen nur dann holen, wenn man Tore schießt. Dass die Löwen das können, wollen wir euch in diesem dritten Teil unserer Reihe zeigen.

Unpassendes 4-1-4-1-System

Zu Beginn der Saison ließ Terim seine Startelf mit einem Stürmer auflaufen. Mit dem 4-1-4-1-System wollte der erfahrene Mann ein starkes Mittelfeld formen, welches die alleinstehende Spitze gut versorgen sollte. Zwar war man bereits nach dem fünften Spieltag auf Platz Zwei, aber irgendwie lief es im Sturm nicht so, wie es Terim gerne hätte. Wenn man einen Blick auf die Statistiken wirft, sieht man, dass Galatasaray bisher drei Niederlagen hat. Sechs Mal kam der aktuelle Tabellenführer nicht über ein Unentschieden hinaus. Zusammengerechnet ergeben sich somit 17 Punkte, die die Löwen bisher verspielt haben. Gut zu erkennen ist zudem, dass in den ersten 11 Spielwochen zwei Niederlagen und vier Unentschieden hingenommen werden mussten. Somit gingen zehn der verspielten 17 Punkte im ersten Drittel der Saison verloren. In diesen Sechs Spielen, in denen man Punkte verlor, schoss die Mannschaft nur drei Tore. Die Trainer zogen den Schluss, dass es vorne im Sturm nicht immer gut funktioniert hat. Dies sollte sich aber ändern.

Zwei Stürmer sind mehr als Einer

Fatih Terim war klar, dass er spätestens gegen Fenerbahce etwas ändern musste. So ging der ?Imperator? zu einem klassischen 4-4-2 über. Während bis zu diesem Zeitpunkt größtenteils Neuzugang Johan Elmander die Spitze darstellte, kam nun Milan Baros, der in den letzten Jahren vielen Verletzungen unterlag, dazu. Zur Überraschung von Galatasaray schienen sich die beiden Stürmer blendend zu verstehen. Nachdem der 3:1- Erfolg gegen Fenerbahce der dritte Sieg in Folge war, folgten weitere sechs Siege. In dieser Siegesserie schoss man ganze 25 Tore. Seitdem hat Terim diese Formation auch beibehalten und so werden die Löwen auch morgen wieder auftreten.

Necati Ates (32) als Stürmerzugang

Das einzige was sich im Sturm von ?Gala? in der Rückrunde geändert hat, ist dass der Mann namens Necati Ates, der bereits von einigen Jahren eine erfolgreiche Zeit bei Galatasaray verbracht hatte und dann aus sozialen Gründen die Mannschaft verließ, wieder zu seinem Team zurückkam. Der bereits 32 Jahre alte Stürmer hat es geschafft Milan Baros zu verdrängen und sich einen Stammplatz zu ergattern. Mit fünf Treffern in seinen ersten fünf spielen hat er seinen Kritikern, die ihn als zu alt einstuften, die passende Antwort gegeben. Und zusammen mit Johan Elmander wird er morgen versuchen die Abwehr von Fenerbahce durcheinander zu bringen.

Vielfalt bei den Torschützen

Wenn man die Tore der Stürmer zusammenzählt, kommt man auf gesamte Stürmertrefferzahl von 24. Mit 11 Treffern ist Johan Elmander der erfolgreichste Scorer seiner Mannschaft. Milan Baros hat bisher sieben Tore erzielt und Necati Ates fünf. Nur einen Treffer hat Sercan Yildirim, der die Erwartungen der Trainer bisher nicht erfüllen konnte, erzielt. Die gesamte Mannschaft allerdings hat bereits 60 Tore erzielt. Es ist also eindeutig, dass sie das Tore schießen als Mannschaft beherrschen. Weitere Torschützen der Löwen sind Selcuk Inan (9), Felipe Melo (9), Emre Colak (3), Emmanuel Eboue (2),  Engin Baytar (2), Gökhan Zan (2), Colin Kazim Richards (2), Albert Riera, Semih Kaya, Tomas Ujfalusi, Sercan Yildirim, Aydin Yilmaz, Ceyhun Gülselam und Mehmet Batdal.

Angriff ist die beste Verteidigung

Am morgigen Abend wird Galatasaray mit aller Macht versuchen den Punktunterschied zu erhöhen. Wenn sie die Zuspiele von Selcuk Inan und Felipe Melo gut verarbeiten, werden die Löwen durchaus in der Lage sein, diese in Tore zu verwandeln. Dass sie torgefährlich sind steht schließlich außer Frage. Sollte es dennoch nicht gut laufen, wird Trainer Fatih Terim sich nicht davor scheuen, neben dem Elmander-Necati-Duo in der zweiten Hälfte zusätzlich Milan Baros als dritte Offensive mit einzubringen. ?Angriff ist die beste Verteidigung? heißt also Terims Motto gegen die stark offensiv erwarteten Gegner.